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Der Feuertyp

Der Feuertyp fühlt sich eher trocken und heiß an. Das Verdauungsfeuer verwandelt das Essen in Nährstoffe und Abfall. Es stimuliert den Stoffwechsel, verbraucht und baut Ablagerungen ab, d.h., es entgiftet und entschlackt. Insofern sind Menschen des Feuerelements im Vorteil in Bezug auf Verdauung und Entgiftung. Feuer ist ja seit Alters her als Reinigungselement bekannt. Sie kennen Feuerzeremonien, die verwendet werden, um in der Kirche bei Ritualen Reinigungen  durchzuführen. Der Weihrauchkessel gehört zu diesen Methoden. Der Feuertyp hat deshalb – wenn das Feuer zu stark wird – zu Zeiten eine besonders rasche und intensive Verdauung und damit einen zu raschen Durchsatz. Er neigt deshalb zu Durchfall und zu schwacher Nährstoffaufnahme und damit auch zu Dünndarmbeschwerden und Entzündungen.

Der Feuertyp neigt besonders dazu, Säuren im Körper zu deponieren, z. B. im Unterhautbindegewebe, wobei besonders die Harnsäure zu nennen wäre, da die Feuertypen häufig ihre eigenen Vorstellungen von Ernährung haben. Feuertypen, das sind häufig Männer mit der Lebensweise als Machos. Es sind Menschen, die sich als besonders männlich und willenskräftig vorkommen. Diese Leute essen selbstverständlich aus Prestigegründen sehr viel tierische Produkte, allen voran Fleisch, weil eine vegetarische Ernährung für diese Menschen viel zu weichlich und zu unmännlich erscheint. Hier entstehen durch die weit überwiegende säurebildende Nahrung ein Überschuss an Säuren, die der Körper nicht wieder vollständig ausscheiden kann. Deshalb tritt aufgrund dieser hier häufig vorherrschenden Essensgewohnheiten besonders Übersäuerung auf, die aber selbstverständlich auch bei allen anderen Typen vorhanden sein kann. Ebenfalls ist beim Feuertyp eine gewisse Tendenz zur Austrocknung zu verzeichnen, da ja dieses Feuer selbstverständlich besonders warm hält.

Luft und Feuer sind beides Typen, die dazu neigen, ihre Vorräte zu erschöpfen. Bei ihnen überwiegt also der abbauende Stoffwechsel. Wenn wir jetzt für den Luft- und den Feuertyp eine Entschlackungskur vorschlagen, dann kann es sich dabei nur um eine Kur handeln, die nicht nur abbaut, nicht nur herauswirft und reinigt und entschlackt. Es muss zugleich auch eine Kur sein, die nährt, weil diese Menschen sonst sehr rasch an ihre Grenzen kommen, in denen sie vor lauter Nervosität nur noch nach Essen gieren. Besonders der Feuertyp ist nicht gut geeignet für längere Fastenkuren. Er benötigt besonders viele Getränke – allen voran natürlich reines Wasser.

Der Feuertyp hat von Haus aus sehr viel Verdauungsenergie. Er hat sehr viel Enthusiasmus und Begeisterung und in der Regel auch sehr viel Vitalität. Der Nachteil dieser Bevorzugung ist, dass diese Menschen glauben, sie könnten sich alles leisten. Das Problem besteht darin, dass sie ihren Körper über Jahre bis Jahrzehnte enorm viel zumuten können, ohne es zu spüren. Das sind Menschen, die immer wieder verkünden "ach, ich vertrage alles, ich könnte sogar Eisennägel essen und mir bekommt alles und ich habe nie Probleme". Der Feuertyp kann in der Tat sehr viel wegstecken, aber nicht, weil es dem Körper gut täte, sondern weil der Körper häufig nicht so empfindlich und so sensitiv und so aufmerksam ist, dass er ihm jede kleine Störung und jedes kleine Wehwehchen sofort melden würde. So können die Feuertypen ihren Körper enorm beanspruchen. Und eines Tages schlagartig kommt dann eine Krankheit und jeder wundert sich und fragt, wie das möglich ist. Diese Menschen schienen doch so kerngesund.

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